Wein verbindet - oder auch nicht!

m 4. September 1990 wurde in der Heilbronner Stimme ein Artikel mit der Überschrift „In Stockheim soll ein neues Weinbau-Museum entstehen“ veröffentlicht. Das „Grobkonzept“ steht schon: das Weinbaumuseum soll für alle Brackenheimer Teilorte Gültigkeit haben. Schwerpunkt ist die Sozial- und Alltagsgeschichte der Weingärtner und ihrer Familien.

Am 26. September erscheint ein dreispaltiger Artikel mit einem Bild der Kelter, noch mit den Vordächern, im Mitteilungsblatt. Darin heißt es unter anderem, dass Brackenheims Stadtgeschichte und der ihrer Teilorte eng mit dem Weinbau verbunden ist. Weiter heißt es, dass es sich Brackenheim leisten kann vier Weingärtnergenossenschaften zu haben. Ein weiterer Abschnitt sagt, dass Brackenheims Bürgermeister Rolf Kieser schon vor Jahresfrist den Aufbau eines Weinbau-Museums angeregt hat und als Domizil die Kelter in Stockheim vorgeschlagen hat. Letztlich sei die Kelter auch für Stockheim ein gewichtiges Kommunikationszentrum bei öffentlichen Veranstaltungen.

Der Heimatverein Brackenheim hat in seinem Museum eine respektable weinbaukundeliche Sammlung von Kleingerätschaften und Küferei. Es gab anfangs Überlegungen, den Verein an der Museumsarbeit in Stockheim zu beteiligen. Die personelle Kapazität des Vereins sei jedoch zu klein, um voll einzusteigen.

Im Jahre 2000, am 30. Juni fand in der Kelter ein Festabend zur 1050 Jahrfeier statt. Dr. Wolfram Angerbauer, Kreisarchivar, hielt den Festvortrag.

Am 11. November 2000 wurde der zweite Versuch gestartet die Kelter zu einem Weinbaumuseum zu machen. Der Förderverein Stockheimer Kelter wurde im Saal der Traube gegründet. Warum das Ganze scheiterte und es nicht einmal zur Eintragung im Vereinsregister kam, ist nicht bekannt.

Am 26. November 2004 fand in der Sonne die Gründung des heutigen „Fördervereins Kelter Stockheim“ statt. Der dritte Versuch aus der Deutschordenskelter ein Weinbaumuseum zu machen. Am Montag den 5.Februar 2007 wurde der Bauantrag für den ersten Bauabschnitt bei der Stadt Brackenheim eingereicht. Nach einigen Änderungen im Bauplan, zum Beispiel dem Einbau einer Behindertengerechten Toilette, hat der Förderverein am 10. Juli 07 die Baufreigabe bekommen. In der Sitzung v. 25.10.2007 sprach sich der Gemeinderat mit Mehrheit dafuer aus, die Ausstellung „Reinen Wein einschenken“, in Botenheim zu plazieren.

Kurz davor am 10. September 2007 begann der Förderverein mit den Umbauarbeiten. Ausbau des vorhandenen Betonbodens, Einbau der Installationen und Armierung. Bei der Kelterweihnacht am 16.12.07 waren die Kanalisation, die Leerrohre für Wasser und Strom sowie Rohre für eine spätere Fußbodenheizung montiert. Ebenso wurde der neue Betonboden mit Stahlarmierung bereits wieder eingebaut. 

Im April sind die Wände vom Putz befreit und abgestrahlt, die Trennwände stehen, die Räume nehmen gestalt an. Die neuen Fenster sind eingebaut .